2. ATSV Pregarten (1945-1955)




Von Mitgliedern des ersten, aufgelösten ATSV und vielen neu hinzugekommenen Freunden wurde noch im Jahre 1945 der ATSV Pregarten aktiviert. Es war vor allem die Sektion Fußball, die den wiedererstandenen ATSV Pregarten prägte. Beim ersten Bundestag der ASKÖ am 19./20.04.1947 wird als Bundesgruß der ASKÖ-Sportler "Sport frei" festgelegt.

Der Meisterschaftsbetrieb wurde aufgenommen und die guten Ergebnisse unseres Fußballteams sind in allgemeiner Erinnerung. Auch die Spiele gegen unsere russischen Besatzer waren damals nicht ohne Probleme, weil die Russen fast immer siegen "mussten".

Am 24.08.1947 kommt es zum 1. Meisterschaftsspiel Wartberg - ATSV Pregarten das mit einem 1:9-Sieg für ATSV Pregarten endet.

Die Spiele wurden damals am Sportplatz in der Tragweinerstraße ausgetragen. Dieser Platz, vom DEUTSCHVÖLKISCHEN TURNVEREIN erbaut, fiel in das Deutsche Eigentum und wurde von den Besatzern leihweise zur Verfügung gestellt. Ein angemietetes Grundstück dazu ermöglichte den Fußballbetrieb.

Als jedoch das private Vergrößerungsareal wegen Verbauung nicht mehr verfügbar war, bedeutete dies das Ende für den Fußballbetrieb in der Tragweinerstraße. Davon waren die Verantwortlichen unterrichtet. Trotz fieberhafter Bemühungen der Funktionäre, konnte kein neuer Fußballplatz zustandegebracht werden.

Die Sportplatzfrage führte letztlich dazu, dass sich der damalige ATSV in einen SV Pregarten umbenannte (1950), weil bei vielen maßgebenden Politikern die Sportvereine noch immer nach den Maßstäben der ersten Republik politisch zugeordnet wurden.

 

Obwohl viele Funktionäre geglaubt und gehofft hatten, mit der Umbenennung leichter zu einem neuen Sportplatz zu kommen, eskalierte die Sportplatzfrage im Jahre 1955 derart, dass die Heimspiele der Pregartner Fußballer entweder beim Gegner oder in Wartberg ausgetragen werden mussten. Dies führte zur Einstellung des Fußballbetriebes und letztlich zur Ruhendmeldung des SV.

 

SV Fussballer um 1955

hinten von links:

Erwin Meisl, Johann Kartusch, Karl Altzinger, Dr. Kurt Ferdiny, Leopold Pfahnl, Franz Reitmair

vorne von links:

Gottlieb Prybil, Leo Mörixbauer, Johann Muxeneder, Alfred Haider, Milo Jaksch, Werner Angerer